Grußwort des Kreisvorsitzenden zum Jahreswechsel

Blick auf den (Kreis)Fußball vom Kreisvorsitzenden Bernd Anders

 


Mit dem Verlauf der Hinspiel-Serie 2018/2019 des Kreisfußballs können wir sehr zufrieden sein. Das tolle Sommerwetter, bis weit in den Herbst hinein, erlaubte kaum Spielabsagen, so dass die Tabellen reale Leistungsstände wiederspiegeln.

Das Aushängeschild des Kreises, die Eintracht aus Northeim, steht in der Oberliga ganz oben und spricht eindeutig ein deutliches Wörtchen in Sachen Meisterschaft und Aufstieg in die Regionalliga mit. Der SSV Nörten-Hardenberg ist zu meiner Überraschung Tabellenführer der Bezirksliga 4. Mit dem SG Denkershausen /Lagershausen, dem FC Sülbeck/Immensen und Eintracht Northeim II stehen drei weitere Vertreter unseres Kreises im gesicherten Mittelfeld dieser Liga. Sorgen um den Klassenerhalt muss sich hingegen die SVG Einbeck, auf Grund ihres Spieler-Aderlasses zu Beginn der Spielrunde, machen. Hier haben die Verantwortlichen und Spieler noch Schwerstarbeit zu leisten.

Erwartungsgemäß sieht das Tabellenbild in der Kreisliga aus. Mit der SG Rehbachtal und der SG Dassel/Sievershausen befinden sich zwei Favoriten an der Tabellenspitze. Gegen den Abstieg kämpfen hingegen mehrere Vereine.

Aus den beiden Kreisklassen streben der FC Weser und zu meiner Überraschung und Freude die SG Elfas den Aufstieg in die Kreisliga an. Schwer werden es Aufsteiger SVG Einbeck II und der VFB Uslar haben, die 1. Kreisklasse zu halten.

In der Staffel 1 der 2. Kreisklasse wird es noch spannend. Tabellenführer TSV Wahmbeck hat mit dem FC Weser II, der SG Schönhagen/Sohlingen II und der SG Wolbrechtshausen/Hevensen gleich drei hartnäckige Verfolger. In Staffel 2 kämpfen der FC Auetal II und der FC Lindau II um den Aufstieg und in Staffel 3 duellieren sich dafür der SV Heckenbeck und die SG Heberbörde/Wetteborn.

Spannend verläuft auch die Meisterschaft bei den Altherren. In der Kreisliga führt die SG Denkershausen/Lagershausen. Mit der SG Markoldendorf/Amelsen und dem FC Ahlshausen/Opperhausen gibt es jedoch gute Verfolger. Klarer Tabellenführer hingegen ist der FC Weser in der Kreisklasse.

Ein positives Ergebnis zeigt uns auch die Statistik der Fair-Play-Wertung. Im letzten Spieljahr konnte sich unser Fußballkreis mit Platz 14 wieder im oberen Drittel der  Rangliste platzieren. Erfreut war ich auch über das Nichtanwenden von Böllern und Pyrotechnik bei unseren Pokalendspielen. Hier scheint es eine Erkenntnis zu schlechten Vorbildern in den Bundesligen zu geben. Mein Dank gilt an dieser Stelle aber auch der präventiven Vorgehensweise unserer Mitarbeiter im Spiellausschuss. Hinzu kommt, dass es bisher zu wenigen Sportgerichtsverhandlungen gekommen ist. Hier hoffe ich ebenfalls auf Bestand.

Sorgen bereitet uns der Frauen- bzw. Mädchenfußball. Hier ist ein starker Rückgang an Mannschaftsmeldungen zu verzeichnen. Eine schlechte WM der Männer aber auch die negativen Ergebnisse unserer Frauennationalmannschaft haben dazu wohl nicht hauptsächlich, aber mit beigetragen.

Das Interesse am Vereinsfußball hat an sich verloren. Einen großen Beitrag hierfür liefert aus meiner Sicht der Kommerzielle Fußball. Aus der Berichterstattung des Spiegels über die Pläne zur Einführung einer europäischen Super League war zu entnehmen: „Fair Play, Leistung, Zusammenhalt – das sind Werte, mit denen der Fußball gerne für sich wirbt. Und das zu Recht. Doch bleibt für diese Werte zwischen den ganzen TV-Geldern und Werbeeinnahmen überhaupt noch Platz? Die Kommerzialisierung des Fußballs ist dabei, sich täglich zu überholen.“ Die hohen Gehälter für mittelmäßige Bundesliga-Kicker halten viele Fußballfans für unvertretbar und längst nicht mehr angemessen. Fernsehgelder, internationale Wettbewerbe, Merchandise, Promotion-Touren und Transfererlöse sind es, die Fußballvereine zu Fußballunternehmen machen. Angebliche Vorbilder lassen Werte wie Vereinstreue stark vermissen. Mehr und mehr Fans missbilligen diese Entwicklung. Andere Gründe für den Rückgang im Fußball sind:  U.a. die Einführung der Ganztagsschulen, das Zunehmen anderer Sportangebote (einschließlich Fitnessstudios) und  das Fortschreiten der Digitalisierung.

Um dagegen zu steuern, gilt es den Vereinsfußball an der Basis wieder zu aktivieren. Der DFB möchte der Basis mit einem „Amateurfußballkongress“ im Februar 2019 in Kassel frische Impulse geben. In direktem Austausch zwischen Vertretern des DFB, der Regional- und Landesverbänden sowie den Kreisen und Vereinen aus ganz Deutschland sollen gemeinsam Lösungen und Handlungs-Empfehlungen zur Stabilisierung und Stärkung der Basis gegeben werden. Gut ist, wie ich finde, dass 84 Teilnehmer des Kongresses sich aus den Amateurvereinen rekrutieren. Ich bin auf die Ergebnisse gespannt und werde beim nächsten Kreisfußballtag in jedem Fall darüber berichten.

Jetzt bleibt mir vorerst allen Fußballfreunden und –Freundinnen bzw. Fußball-Anhängern und Anhängerinnen unseres Kreises ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr zu wünschen.  

   

 

Bernd Anders
NFV-Kreisvorsitzender


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